Gespeichert unter: Südafrika 2008
So, der Bericht ist mal wieder überfällig… Donnerstag… so spät kam er ja noch nie… komm hier aber irgendwie gar nicht dazu
und Bilder gibt es leider vorerst auc nicht
Mein Rechner kann seit gestern nicht mehr auf meine externe Festplatte zugreifen und geschickterweise sind dort die Bilder gespeichert.
Highlight letzter Woche war das „Wale schauen“. Freitagmorgens um 6 gings los – noch vor der Arbeit und noch bevor die Sonne aufgegangen ist. Schwimmwesten übergeworfen und schon sind wir auf einem Speedboot gesessen und ab gings… mit ich weiß nicht wie viel km/h. Es war aber auf jeden Fall schnell. Immer schön auf die Wellen zu und jaaaaa… drüber geflogen… und im Wasser aufgekommen – besser als jedes Karussell. Das ging dann ne ganze Weile, bis dann irgendwann die Wale hätten kommen sollen. Und wir haben gewartet… und gewartet… und gewartet… aber die Wale kamen einfach nicht…. Nach knapp ner Stunde hätte es mir dann doch auch so langsam gereicht. Die See war nicht gerade ruhig und nach einer Stunde Gewackel, wird doch flau im Magen. An der Stelle Grüße an Anja – du hättest deinen Spaß dran gehabt
. Und kalt ist es dann auch geworden, nachdem wir ja auch durch die Fahrerei etwas nass geworden sind. Jedes Mal, wenn dann irgendwo Vögel waren, sind wir dann doch noch mal übers Meer geheizt, weil wo Vögel sind, sind auch Wale… aber auftauchen wollten die wohl nicht. Ein Delphin hatte sich mal kurz die Ehre gegeben „Guten Morgen“ zu sagen. So sind wir dann nach über einer Stunde wieder zurück in den Hafen, durchnässt bis auf die Haut und etwas verfroren. Aber der Sonnenaufgang auf dem Meer hat für alles entschädigt. Und so hat dann auch der letzte Arbeitstag in der ersten Woche angefangen – mit nasser Hose und Haaren, die ausgesehen haben, als hätte ich in die Steckdose gefasst. Aber es geht ja nichts über den „Casual Friday“
Nach der Arbeit am Freitag ging es dann direkt auf ins Wochenende – nach Hogsback. Nach 2 Stunden Landstraßen und Autobahnen kamen wir dann in dem kleinen Dorf mit Berglandschaft und ca. 600 Einwohnern an. Nachdem wir noch diverse Probleme mit dem Sicherheitsdienst im Werk hatten und dort ne dreiviertel Stunde aufgehalten wurden, mussten wir dummerweise bei Dunkelheit fahren. Ist nicht unbedingt zu empfehlen, vor allem nicht, wenn man wie wir dann die falsche Abzweigung nimmt… da wird es einem schon mal schnell mulmig. Weit und breit nichts, außer einer hubbeligen Straße und ein paar Häusern (Hütten würde es wahrscheinlich besser treffen). Aber es ging alles gut und in Hogsback war es dann doch recht idyllisch. Es heißt, dass der in Südafrika geborene britische Schriftsteller J.R.R. Tolkien in der abgelegenen und etwas verwunschen wirkenden Berg- und Waldlandschaft Hogsback bei Kindheitsbesuchen wesentliche Inspirationen für seinen Fantasy-Roman „Der Herr der Ringe“ erhalten hat. Keine Ahnung, ob das stimmt, aber die Landschaft ähnelte sehr wohl der Landschaft im Film. Hatte ja nach Hobbits Ausschau gehalten, aber leider keine gesehen… was nicht heißt, dass es sie nicht gibt… die Wale haben wir ja auch nicht gesehen
Das Wochenende war richtig gut, aber auch ziemlich anstrengend. Haben den höchsten Berg von Hogsback erklommen und sind im Wald geklettert… Mit richtigen Wanderwegen war da aber nicht viel. Es gab weder Wege den Berg hoch, noch im Wald. Was die Sache dann mal wirklich anstrengend und teilweise wahrscheinlich auch etwas gefährlich gemacht hatte. Richtig gefährlich waren dann aber die 5 Stiere, die auf einmal vor uns standen und uns den Weg zurück zum Auto versperrt haben. Ob sie uns wirklich etwas getan hätten, soll mal dahin gestellt sein, aber wir haben uns das zumindest mit Erfolg eingeredet. Die Hörner von denen waren schon nicht ohne und da war weit und breit keiner, dem die gehören hätten können. Und nachdem ich in Spanien gesehen hatte, was so ein Stier alles kann, wollte ich da nicht mehr dran vorbeilaufen… Auge in Auge mit dem Stier bzw. den 5 Stieren. So hat unser Weg zum Auto dann ne Stunde länger gedauert, weil wir mit Sicherheitsabstand hinter den Stieren hergelaufen sind.
Der Backpacker war auch cool. Bin ja normalerweise nicht so der Fan von Jugendherbergen – vor allem nach dem Backpacker in Hainan. Aber der in Hogsback war super. Die anderen Praktikanten haben mich dann auch mal gleich in die typischen Getränke hier eingewiesen. Captain Coke und Springbock. Springbock heißt hier übrigens alles… nicht nur das Tier, sondern Schnaps, Schiffe, die Rugby-Mannschaft und und und. Captain Coke ist Rum mit Cola und der Springbock ist mal richtig lecker – Minzlikör mit Baileys. Die gab es dann immer in einer praktischen 10-Schnapsglas-Halterung – Charly das wäre noch etwas, was du fürs nächste Stadelfest basteln könntest – ein Bild findest du (hoffentlich bald) bei den Fotos
Unter der Woche war ich noch mit meiner südafrikanischen Kollegin beim Essen und Wein trinken. Da muss ich mich mal erst noch dran gewöhnen – die Südafrikaner haben beim Weintrinken doch nen ordentlichen Zug drauf
So allem in allem sind die Südafrikaner wirklich nett. Und man kommt sich auch überhaupt nicht fremd vor. Es ist alles so normal hier. Vielleicht ist das auch nur mein Eindruck, weil ich direkt von Peking hier her kam.
3 Kommentare bis jetzt
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Molo Bienchen,
Kommentar von Gotte August 15, 2008 @ 12:39auch die Wangener sind wieder in deinem Blog.
Super von dir, daß wir auch was aus Südafrika erfahren. China war genial – Südafrika wird sicher für dich noch schöner (aus Erfahrungen kann man nur lernen)- und ich hab gehört, es kommt schon die Familie (viele Grüße von Wangen) zu Besuch.
Bei uns ist momentan fast Herbstanfang. Wir hoffen, du/ihr hast/habt bald einen schönen Sommer. Danke für die Info´s uns Foto´s von uns allen. Mach weiter so. Liebe Grüße von uns.
Tschüß – Ingrid
Molo,molo,
Kommentar von Mama August 15, 2008 @ 7:10bei sovielen Springböcken kann man schon viele Stiere sehen!
Mach ganz einfach weiter so.
Gruß Mama
Molo molo Sabine!
. Übrigens: Whale Watching lässt auch hier zulande grüßen, zumindest fühle ich mich derzeit so im Bikini!
Kommentar von Miriam August 17, 2008 @ 1:09Wow, coole Wanderfotos! Den Hobbit auf dem 2. Bild kenne ich sehr gut- unverkenntlich!
Take care und noch mehr solcher toller Fotos!
Gruß, Miriam