Gespeichert unter: Südafrika 2008
Das heißt „Hallo“ auf Xhosa.
Bin gut hier angekommen. Der Flug war angenehm. Bin ja über Nacht geflogen und konnte wenigstens ein bisschen schlafen. Wenns auch nicht so viel war aufgrund einiger Turbulenzen… so muss ich es sich wahrscheinlich anfühlen wenn man in einem Wasserbett schläft und einer ständig dran schaukelt… Zeitenweise hatte ich es dann doch vorgezogen im Sitzen zu schlafen.
Und dann war da noch mein Sitznachbar. Prinzipiell ein ganz angenehmer Mensch – bis er schlafen angefangen hatte. Er hatte die imaginäre Grenze zwischen unseren beiden Sitzen nicht wirklich wahrgenommen. Aber ich bin da ja nicht so. Wenn er schlafen konnte, solls mir recht sein
Was ich schlimmer fand war seine Alkoholfahne, die er mir ins Gesicht geatmet hat (er hat vorzugsweise mit dem Gesicht in meine Richtung geschlafen) und dann hat er noch schnarchen angefangen. Morgens hatte ich dann gesehen, dass man eine Trennwand zwischen unseren Sitzen ausfahren hätte können – na ja, beim Rückflug dann
Und ich musste feststellen, dass man überall die „Daimler“ trifft. Und nachdem man da ja gleich ein Zusammengehörigkeitsgefühl entwickelt, waren dann meine 10 Kilo Übergewicht überhaupt kein Problem. Konnte ich nämlich auf die lieben Kollegen verteilen, die mich dann aber bis East London an der Backe hatten. Mussten zusammenbleiben, weil in Johannesburg die Koffer noch mal abgeholt und neu aufgegeben werden mussten. Wobei ich mit meinen drei Koffern und den entsprechenden Problemen, die man damit beim Transport hat, auch zur allgemeinen Erheiterung beigetragen hatte.
In East London angekommen war ich erst mal über die Größe es Flughafens überrascht. So nen kleinen Flughafen hatte ich selbst in China nie gesehen. Und da stand dann auch schon die Frau vom Bed & Breakfast und hat auf mich gewartet. Auf dem Weg heim sind wir an den „hübschesten“ Gegenden East Londons vorbei gekommen. Prostituierte am Straßenrand mitten in der Pampa und dann wurde mir noch gezeigt wo man dieses Jahr jemand umgebracht hat – wohl ein Daimler Mitarbeiter. Na dann… Herzlich Willkommen!
Aber so schlimm ist es nicht… Man muss halt aufpassen und sich an Regeln halten, die mir jetzt auch schon mehrmals erklärt worden sind. Autos sollte man auch nie auf der Straße parken. Es werden wohl in East London jede Nacht 3 bis 7 gestohlen, aufgebrochen oder abgefakelt.
Wo ich noch ein ungutes Gefühl hab, ist mein Zimmer…. Hab ne extra Eingangstüre zum Hof raus. Den Hof schließt man erst sehr spät nachts ab, wenn halt der letzte heimkommt. Die beiden vom Bed & Breakfast meinten dann, ich solle immer drauf achten, dass meine Türe abgeschlossen ist, weil ab und an klopfen da Schwarze ran, weil die meinen, dass das die Eingangstür vom Haus sei.
Montagnacht bin ich dann auch schon das erste Mal im Bett gesessen und hatte mir schier ins Hemd gemacht… Hat sich so angehört, als würde jemand immer wieder mal an meiner Tür kratzen und draußen auf den Steinen hin und her laufen. Nach einer halben Stunde hatte ich mir aber erfolgreich eingeredet, dass es wohl der Wind ist. Bin da immer noch überzeugt davon
War gestern wirklich windig :-)
Die Wohnung ist ziemlich cool. Wohnen noch ein paar Praktikanten hier und wir wohnen alle zusammen mit den Besitzern des Bed & Breakfast. Ist wie ne große Familie…. Die beiden haben auch ein eigenes Schlafzimmer und der Rest wird mit uns geteilt.
Das Haus ist recht groß mit einem eigenen Pool. Ne Bar haben wir auch mit allem was das Herz begehrt :-)
Bin also rund um zufrieden mit der Wahl meiner Unterkunft
Ja, und was für mich als absoluter Tierliebhaber ja total toll ist, ist dass mit uns im Haus noch zwei Riesenpudel und ne Katze wohnen. STREICHELALARM!!! Die Pudel sind auf den ersten Blick etwas Angst einflössend. Aber das ist nur der erste Eindruck. Die haben eigentlich ziemlich eins an der Klatsche
und ich weiß auch nicht wie die uns hier bewachen sollen.
Der erste Tag bei der Arbeit war super… muss man jetzt einfach mal so sagen. Super organisiert! Sitz momentan leider noch ganz alleine in einem Großraumbüro. Bisschen isoliert, aber da kann man dann wenigstens in Ruhe schaffen
Hatte am Montag dann auch gleich mein Auto bekommen – mit der Hoffnung einen Automatik zu bekommen…. Aber dem war nicht so. Wäre ja zu schön gewesen und warum auch… man hat ja auch kaum andere Sorgen, wenn man auf der falschen Straßenseite fahren muss… na ja, nichts desto trotz heißt es nun mit der linken Hand schalten. Hab es dann auch gleich noch innerhalb der ersten 200 Meter geschafft den Randstein etwas unschön zu streifen. Bin ziemlich erschrocken – hatte gar nichts auf der Straße liegen sehen… war total unbegreiflich für mich, dass das der Randstein hätte sein können. Aber meine Südafrikanische Kollegin, die vor mir gefahren ist, meinte danach zu mir, dass ich einen starken Drang zur linken Seite habe…. Ach was!! Woher´s wohl kommt!…
Das nächste Problem ist, dass Scheibenwischer und Blinker verkehrt sind. Statt zu blinken (was ich ja auch in Deutschland eher selten mach
) wird halt öfters mal meine Scheibe geputzt. Und man muss höllisch aufpassen, dass man nicht aus Versehen auf die andere Straßenseite fährt… vor allem beim Abbiegen passiert das dann schon mal… aber man merkt es dann spätestens, wenn einem ein Auto entgegen kommt
Die Orientierung fehlt noch so ein bisschen – weil Navigationssysteme hat es hier… äh… ich weiß gar nicht, ich glaube nicht. Mein Auto hat auf jeden Fall keins.
Das Wetter ist noch etwas kühl. Tagsüber hat es schon so zwischen 20 und 30 Grad, aber nachts kühlt es stark ab. Ich schlafe mittlerweile mit Wolldecke, weil ich die erste Nacht fast erfroren wäre.
Und Schlaumeier Sabine, vorausschauend wie ich halt bin, hab natürlich meine warmen Sachen daheim gelassen… wird jetzt ja schließlich Sommer
Und so wie man überall Daimler-Menschen trifft, trifft man auch ab und an mal Biberacher… jetzt wohn ich hier doch tatsächlich mit einer Biberacherin zusammen, die mittlerweile auch in Stuttgart ist – die Welt ist sooo klein. Und ihr Onkel war zudem noch mein Chef.
Mir gefällt es bisher auf jeden Fall sehr gut. Blauer Himmel, Palmen, Sonne, Strand und Meer – was will man mehr. Kein Smog und es riecht gut. Gutes Essen… einfach spitze. Und wenn man zur Arbeit fährt, fährt man am Strand entlang – herrlich…
So, das wars dann mal fürs erste… leider konnte ich keine so tollen Sachen wie in China berichten… aber ich war jetzt auch nicht so scharf drauf hier noch mal in Hundekacke zu treten und mich danach aus meinem Zimmer auszusperren
2 Kommentare bis jetzt
Kommentieren
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <pre> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>
Hallo du da,
Kommentar von Mama August 6, 2008 @ 6:37es ist wie immer heiter deine Komentare zu lesen.
Es grüßt dich vorallem Oma,
der Rest der Familie
und Mama
Hallo Sabinsche,
im Gegensatz zu meinem Schwagerherz bist du richtig aktiv im Reports schreiben- weiter so! Habe mitgelitten, als ich die Passage vom „kratzenden Wind in der Nacht“ gelesen habe. Brrr……Bin gespannt auf deinen Bericht vom Ausflug in die Berge! Liebe Grüße aus good old Schwabenland mit Sommergewitter!
Kommentar von Miriam August 11, 2008 @ 2:16Miriam (tagesaktueller Bauchumfang: 97cm)