Sabine far far away


Benjamin Blümchen…
August 26, 2008, 4:33
Gespeichert unter: Südafrika 2008

… genau den hab ich am Wochenende gesehen ;-)

 

Am Samstag gings los in Addo Elephant Park zur Großwildsafari. Die haben dort ca. 400 Elefanten, 12 Löwen, Büffel, Nashörner und jede Menge anderes Getier, dessen Namen ich aber nur auf Englisch kenn – keine Ahnung, ob es dafür überhaupt ein deutsches Wort gibt. Der Park ist 1500 km² groß und die Tiere leben dort in freier Natur. Deswegen darf man auch keine Zitrusfrüchte im Auto mit in den Park nehmen. Die Elefanten würden es wohl riechen und das Auto auseinander nehmen.

 

Nach 3,5 Stunden Fahrt auf den „besten“ Straßen Südafrikas, sind wir dann im Backpacker und schließlich auch im Park angekommen. Auf dem Weg dort hin haben wir schon mal einen Vorgeschmack bekommen. Da springt dann schon mal ein Affe über die Schnellstraße, Zebras stehen am Straßenrand und immer wieder hat man auch einen Strauß über die Wiese laufen sehen.

Wir hatten die geführte Nachtfahrt gebucht. Sollte angeblich total toll sein. Naja… was soll ich sagen… es war kalt, dunkel, wir waren übermüdet von der Abschiedparty am Abend zuvor und so ist der Großteil von uns auf der Safari eingeschlafen. Deswegen haben wir dann auch mal gleich die Sonnenaufgangstour gebucht. Die Müdigkeit war dann besser, dafür war es noch kälter und ich glaub die Tiere haben dort einfach noch geschlafen… bis auf der Löwe. Das war richtig beeindruckend. Das erste mal, dass ich nen Löwen in freier Wildbahn seh… das erste Mal überhaupt, dass ich solche Tiere in freier Wildbahn seh. Zu dem Zeitpunkt war dann von den Elefanten noch keine Spur. Nach einem deftigen Frühstück sind wir dann mit unseren eigenen Autos in den Park und auch da haben wir lange Zeit keine Elefanten zu Gesicht bekommen oder haben wir sie einfach nicht erkannt… so grau sind die nämlich gar nicht. Braun trifft die Sache schon eher. Übrigens: die Zebras, die wir gesehen haben, waren auch nicht schwarz weiß… sind Kühe wirklich lila ;-) ??

 

Nach zwei Stunden im Park sind die Elefanten dann wohl doch aufgewacht und auf einmal waren sie überall. Schon komisch, wenn da dann zwei Meter vom Auto entfernt so ein Riese steht und man nicht weißt, ob er es nun toll findet, dass da ein Auto vor ihm steht, aus dem es wie verrückt durch die Kameras rausblitzt, oder vielleicht doch gleich aggressiv wird. Sie haben es aber ganz gelassen genommen. Waren beschäftigt mit Fressen. So ein Elefant frisst anscheinend 300 bis 400 kg am Tag und davon kommen dann 100 kg pro Tag wieder raus. Da wundert es einen auch nicht, dass diese Tierchen Blähungen haben ;-) … das sind ganz schöne Pupser ;-)

 

Anfangs haben wir nur vereinzelt welche gesehen. Wenn die keine Familie haben, laufen die alleine oder in Junggesellengruppen. Aber dann am Schluss sind wir einer ganzen Herde begegnet. Mit voll den süßen Babyelefanten. Echt cool. Da fanden es die großen Elefanten dann aber auch weniger spaßig, wenn man den Motor wieder angemacht hat… Da hatte sich ein Elefant vor unserem Auto aufgebaut… da hieß es dann, Motor wieder aus, hoffen, dass er unser Auto nicht mit seinem Rüssel anfängt zu schaukeln und warten bis er sich beruhigt hat.

 

Am Freitagnachmittag war ich noch in einem Kindergarten im Township. War echt beeindruckend. Mal so ein Township von „innen“ zu sehen. Tagsüber geht es, aber nachts würde ich da echt nicht durchfahren wollen. Der Kindergarten dort hat ca. 60 Kinder und die sind mal alle sooo süß. Ein paar kamen gleich angesprungen und haben uns umarmt, so dass es mich mal gleich umgeworfen hat. Dann bin ich im Matsch gelegen… mit dem Kind auf mir ;-)

 

Ach ja… so ganz nebenbei… man hat wohl versucht, mein Auto aufzubrechen. Es vermittelt einem dann aber doch noch ein sicheres Gefühl, dass sie es nicht geschafft haben. Der Gummi zwischen Fenster und Türe ist aufgeschlitzt. Wann das genau passiert ist, weiß ich nicht. Hatte es am Freitag bemerkt. Könnte am Donnerstagabend gewesen sein. Da sind auch ein paar dunkle Gestalten um mein Auto rum gestanden.

Peter meinte, dass mich ein Lkw gerammt hat… na ja… was dabei komisch ist, dass mein Lack keine Kratzer hat.

Aber alles halb so wild. Egal wie es war. Ich hab mein Auto noch und es ist kein so großer Schaden.

 

Mittlerweile wachen grad auch die „Krabbeltiere“ aus ihrem Winterschlaf auf. Haben jetzt ne kleine Schlange im Garten und mein neuer Mitbewohner im Zimmer heißt Mr Geco – friedlicher Zeitgenosse, seine Schwestern und Brüder sind in den anderen Zimmer des Hauses – zur Freude der Katze ;-) . Auch Ms Spider kommt regelmäßig vorbei – ist nun nicht unbedingt eine meiner liebsten Gäste, aber na ja. Auch bei den Käfern und, keine Ahnung ob es Kakerlaken sind, hat es sich schon rum gesprochen, dass es bei mir Süßigkeiten im Zimmer gibt.

 

Aber sonst geht’s mir gut und ich genieß meine Zeit hier… Ms Spider sollte halt nicht größer werden ;-)

 

Viele Grüße nach Deutschland und bis nächste Woche!



In East London
August 19, 2008, 8:11
Gespeichert unter: Südafrika 2008

 

Was hab ich hier nun schon gelernt: Cheetahs sind keine Affen und ich mag trockenen Weißwein lieber als süßen Weißwein ;-)

Das war das, was meine letzte Woche hier geprägt hat ;-)

 

Unter der Woche haben wir ein paar Mal gegrillt. Ist hier einfach lecker – hier grillt man Filet, ist bei uns ja eher nicht so üblich.

Die Woche über sind wir dann fast jeden Abend mit unseren Vermietern zusammen gesessen. Sobald wir vom Arbeiten heim kommen, schreit uns Peter schon entgegen: „Now it´s beer time!“. Ja, und dann wird sich im Esszimmer versammelt, geplaudert und Wein getrunken. Ist recht gemütlich und man kommt sich echt vor wie in einer Familie. Die beiden machen sich dann auch Sorgen um einen. Bin am Samstag erst gegen 12 aus meinem Zimmer gekrochen gekommen und die beiden kamen dann gleich angerannt, ob es mir denn gut gehen würde, weil ich so lange in meinem Zimmer war. Nett!

 

Letztes Wochenende hab ich in East London verbracht. Hier steppt jetzt nicht unbedingt der Bär. Ist prinzipiell eher langweilig, vor allem wenn das Wetter nicht so toll ist. Und es war nicht toll – hat geregnet und gestürmt. Da ist es dann schon ein bisschen trist.

 

Freitagabend haben wir ein Rugbyspiel angeschaut – ist hier der Volksport schlecht hin. Waren danach noch im Clubhaus und die Party dort war dann fast interessanter als das Spiel davor. Dort haben die Rugbyspieler gefeiert und ein paar typische „Rugby-Bräuche“ vorgeführt. Da sind wir Deutschen doch ein bisschen aufgefallen – wussten nicht so genau wie wir uns benehmen sollten, was dazu geführt hatte, dass wir in die Rugby-Kasse zahlen mussten :-)

 

Samstag war eher langweilig, dafür hat es am Sonntag dann wieder einiges zum Erleben gegeben. Waren im Lion Park – ein Streichelzoo der anderen Art. Man hatte mir davor schon gesagt, dass es momentan kleine Cheetahs gibt, mit denen man spielen kann. Naja, Sabine freut sich natürlich schon seit Tagen auf kleine Schimpansen. Cheetahs sind aber keine Affen sondern Geparden. Eine Giraffe hat sich dann auch noch gezeigt und ist wie auf dem Catwalk stolziert und hat sich ab und an auch mal fotografieren lassen. Bei den Löwen war kurz davor die Fütterung – lecker Kuhkopf *yammi yammi*

Danach hat Peter (der Vermieter) mir noch ein paar schöne Stellen in East London gezeigt und das Highlight „House watching“. Man kann hier jeden Sonntag Häuser anschauen gehen… Häuser, die zum Verkauf stehen… Die derzeitigen Besitzer sind nicht da, dafür steht eine Maklerin drin. Man kann durchs Haus laufen. Krass ist, dass da dann noch die gesamte Einrichtung drin ist… irgendwelche Hochzeitsfotos von früher, ein Papagei im Käfig, und und und…

Hatten uns zwei Häuser bzw. Bungalows angeschaut. Echt krass wie billig die sind. Das ist ein rießen Anwesen und man zahlt dafür so viel wie für eine Wohnung in Sindelfingen. Und es war echt interessant zu sehen, wie die Südafrikaner hier so wohnen – also eher die besser Verdienenden halt.

 

Den Sonntag haben wir dann auch wieder beim Essen ausklingen lassen… futtern hier schon einiges weg. Waren am Samstagabend auch noch essen – Büffelsteak und Krokodil Carpaccio.

Montag gabs Schrimps bei uns daheim, auch sehr lecker angerichtet und Malvapudding – ungesünder geht’s glaub ich nicht, besteht nur aus Fett und Zucker.

 



Wale & Hobbits
August 14, 2008, 6:04
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So, der Bericht ist mal wieder überfällig… Donnerstag… so spät kam er ja noch nie… komm hier aber irgendwie gar nicht dazu :-)  und Bilder gibt es leider vorerst auc nicht :-(  Mein Rechner kann seit gestern nicht mehr auf meine externe Festplatte zugreifen und geschickterweise sind dort die Bilder gespeichert.

 

Highlight letzter Woche war das „Wale schauen“. Freitagmorgens um 6 gings los – noch vor der Arbeit und noch bevor die Sonne aufgegangen ist. Schwimmwesten übergeworfen und schon sind wir auf einem Speedboot gesessen und ab gings… mit ich weiß nicht wie viel km/h. Es war aber auf jeden Fall schnell. Immer schön auf die Wellen zu und jaaaaa… drüber geflogen… und im Wasser aufgekommen – besser als jedes Karussell. Das ging dann ne ganze Weile, bis dann irgendwann die Wale hätten kommen sollen. Und wir haben gewartet… und gewartet… und gewartet… aber die Wale kamen einfach nicht…. Nach knapp ner Stunde hätte es mir dann doch auch so langsam gereicht. Die See war nicht gerade ruhig und nach einer Stunde Gewackel, wird doch flau im Magen. An der Stelle Grüße an Anja – du hättest deinen Spaß dran gehabt :-)  . Und kalt ist es dann auch geworden, nachdem wir ja auch durch die Fahrerei etwas nass geworden sind. Jedes Mal, wenn dann irgendwo Vögel waren, sind wir dann doch noch mal übers Meer geheizt, weil wo Vögel sind, sind auch Wale… aber auftauchen wollten die wohl nicht. Ein Delphin hatte sich mal kurz die Ehre gegeben „Guten Morgen“ zu sagen. So sind wir dann nach über einer Stunde wieder zurück in den Hafen, durchnässt bis auf die Haut und etwas verfroren. Aber der Sonnenaufgang auf dem Meer hat für alles entschädigt. Und so hat dann auch der letzte Arbeitstag in der ersten Woche angefangen – mit nasser Hose und Haaren, die ausgesehen haben, als hätte ich in die Steckdose gefasst. Aber es geht ja nichts über den „Casual Friday“ ;-)

 

Nach der Arbeit am Freitag ging es dann direkt auf ins Wochenende – nach Hogsback. Nach 2 Stunden Landstraßen und Autobahnen kamen wir dann in dem kleinen Dorf mit Berglandschaft und ca. 600 Einwohnern an. Nachdem wir noch diverse Probleme mit dem Sicherheitsdienst im Werk hatten und dort ne dreiviertel Stunde aufgehalten wurden, mussten wir dummerweise bei Dunkelheit fahren. Ist nicht unbedingt zu empfehlen, vor allem nicht, wenn man wie wir dann die falsche Abzweigung nimmt… da wird es einem schon mal schnell mulmig. Weit und breit nichts, außer einer hubbeligen Straße und ein paar Häusern (Hütten würde es wahrscheinlich besser treffen). Aber es ging alles gut und in Hogsback war es dann doch recht idyllisch. Es heißt, dass der in Südafrika geborene britische Schriftsteller J.R.R. Tolkien in der abgelegenen und etwas verwunschen wirkenden Berg- und Waldlandschaft Hogsback bei Kindheitsbesuchen wesentliche Inspirationen für seinen Fantasy-Roman „Der Herr der Ringe“ erhalten hat. Keine Ahnung, ob das stimmt, aber die Landschaft ähnelte sehr wohl der Landschaft im Film. Hatte ja nach Hobbits Ausschau gehalten, aber leider keine gesehen… was nicht heißt, dass es sie nicht gibt… die Wale haben wir ja auch nicht gesehen ;-)

 

Das Wochenende war richtig gut, aber auch ziemlich anstrengend. Haben den höchsten Berg von Hogsback erklommen und sind im Wald geklettert… Mit richtigen Wanderwegen war da aber nicht viel. Es gab weder Wege den Berg hoch, noch im Wald. Was die Sache dann mal wirklich anstrengend und teilweise wahrscheinlich auch etwas gefährlich gemacht hatte. Richtig gefährlich waren dann aber die 5 Stiere, die auf einmal vor uns standen und uns den Weg zurück zum Auto versperrt haben. Ob sie uns wirklich etwas getan hätten, soll mal dahin gestellt sein, aber wir haben uns das zumindest mit Erfolg eingeredet. Die Hörner von denen waren schon nicht ohne und da war weit und breit keiner, dem die gehören hätten können. Und nachdem ich in Spanien gesehen hatte, was so ein Stier alles kann, wollte ich da nicht mehr dran vorbeilaufen… Auge in Auge mit dem Stier bzw. den 5 Stieren. So hat unser Weg zum Auto dann ne Stunde länger gedauert, weil wir mit Sicherheitsabstand hinter den Stieren hergelaufen sind.

Der Backpacker war auch cool. Bin ja normalerweise nicht so der Fan von Jugendherbergen – vor allem nach dem Backpacker in Hainan. Aber der in Hogsback war super. Die anderen Praktikanten haben mich dann auch mal gleich in die typischen Getränke hier eingewiesen. Captain Coke und Springbock. Springbock heißt hier übrigens alles… nicht nur das Tier, sondern Schnaps, Schiffe, die Rugby-Mannschaft und und und. Captain Coke ist Rum mit Cola und der Springbock ist mal richtig lecker – Minzlikör mit Baileys. Die gab es dann immer in einer praktischen 10-Schnapsglas-Halterung – Charly das wäre noch etwas, was du fürs nächste Stadelfest basteln könntest – ein Bild findest du (hoffentlich bald) bei den Fotos ;-)

 

Unter der Woche war ich noch mit meiner südafrikanischen Kollegin beim Essen und Wein trinken. Da muss ich mich mal erst noch dran gewöhnen – die Südafrikaner haben beim Weintrinken doch nen ordentlichen Zug drauf ;-)

 

So allem in allem sind die Südafrikaner wirklich nett. Und man kommt sich auch überhaupt nicht fremd vor. Es ist alles so normal hier. Vielleicht ist das auch nur mein Eindruck, weil ich direkt von Peking hier her kam.

 



„Molo“
August 6, 2008, 3:14
Gespeichert unter: Südafrika 2008

 

Das heißt „Hallo“ auf Xhosa.

 

Bin gut hier angekommen. Der Flug war angenehm. Bin ja über Nacht geflogen und konnte wenigstens ein bisschen schlafen. Wenns auch nicht so viel war aufgrund einiger Turbulenzen… so muss ich es sich wahrscheinlich anfühlen wenn man in einem Wasserbett schläft und einer ständig dran schaukelt… Zeitenweise hatte ich es dann doch vorgezogen im Sitzen zu schlafen.

Und dann war da noch mein Sitznachbar. Prinzipiell ein ganz angenehmer Mensch – bis er schlafen angefangen hatte. Er hatte die imaginäre Grenze zwischen unseren beiden Sitzen nicht wirklich wahrgenommen. Aber ich bin da ja nicht so. Wenn er schlafen konnte, solls mir recht sein ;-) Was ich schlimmer fand war seine Alkoholfahne, die er mir ins Gesicht geatmet hat (er hat vorzugsweise mit dem Gesicht in meine Richtung geschlafen) und dann hat er noch schnarchen angefangen. Morgens hatte ich dann gesehen, dass man eine Trennwand zwischen unseren Sitzen ausfahren hätte können – na ja, beim Rückflug dann :-D

 

Und ich musste feststellen, dass man überall die „Daimler“ trifft. Und nachdem man da ja gleich ein Zusammengehörigkeitsgefühl entwickelt, waren dann meine 10 Kilo Übergewicht überhaupt kein Problem. Konnte ich nämlich auf die lieben Kollegen verteilen, die mich dann aber bis East London an der Backe hatten. Mussten zusammenbleiben, weil in Johannesburg die Koffer noch mal abgeholt und neu aufgegeben werden mussten. Wobei ich mit meinen drei Koffern und den entsprechenden Problemen, die man damit beim Transport hat, auch zur allgemeinen Erheiterung beigetragen hatte.

 

In East London angekommen war ich erst mal über die Größe es Flughafens überrascht. So nen kleinen Flughafen hatte ich selbst in China nie gesehen. Und da stand dann auch schon die Frau vom Bed & Breakfast und hat auf mich gewartet. Auf dem Weg heim sind wir an den „hübschesten“ Gegenden East Londons vorbei gekommen. Prostituierte am Straßenrand mitten in der Pampa und dann wurde mir noch gezeigt wo man dieses Jahr jemand umgebracht hat – wohl ein Daimler Mitarbeiter. Na dann… Herzlich Willkommen!

 

Aber so schlimm ist es nicht… Man muss halt aufpassen und sich an Regeln halten, die mir jetzt auch schon mehrmals erklärt worden sind. Autos sollte man auch nie auf der Straße parken. Es werden wohl in East London jede Nacht 3 bis 7 gestohlen, aufgebrochen oder abgefakelt.

Wo ich noch ein ungutes Gefühl hab, ist mein Zimmer…. Hab ne extra Eingangstüre zum Hof raus. Den Hof schließt man erst sehr spät nachts ab, wenn halt der letzte heimkommt. Die beiden vom Bed & Breakfast meinten dann, ich solle immer drauf achten, dass meine Türe abgeschlossen ist, weil ab und an klopfen da Schwarze ran, weil die meinen, dass das die Eingangstür vom Haus sei.

Montagnacht bin ich dann auch schon das erste Mal im Bett gesessen und hatte mir schier ins Hemd gemacht… Hat sich so angehört, als würde jemand immer wieder mal an meiner Tür kratzen und draußen auf den Steinen hin und her laufen. Nach einer halben Stunde hatte ich mir aber erfolgreich eingeredet, dass es wohl der Wind ist. Bin da immer noch überzeugt davon ;-) War gestern wirklich windig :-)

 

Die Wohnung ist ziemlich cool. Wohnen noch ein paar Praktikanten hier und wir wohnen alle zusammen mit den Besitzern des Bed & Breakfast. Ist wie ne große Familie…. Die beiden haben auch ein eigenes Schlafzimmer und der Rest wird mit uns geteilt.

Das Haus ist recht groß mit einem eigenen Pool. Ne Bar haben wir auch mit allem was das Herz begehrt :-)

Bin also rund um zufrieden mit der Wahl meiner Unterkunft :-)

 

Ja, und was für mich als absoluter Tierliebhaber ja total toll ist, ist dass mit uns im Haus noch zwei Riesenpudel und ne Katze wohnen. STREICHELALARM!!! Die Pudel sind auf den ersten Blick etwas Angst einflössend. Aber das ist nur der erste Eindruck. Die haben eigentlich ziemlich eins an der Klatsche ;-) und ich weiß auch nicht wie die uns hier bewachen sollen.

 

Der erste Tag bei der Arbeit war super… muss man jetzt einfach mal so sagen. Super organisiert! Sitz momentan leider noch ganz alleine in einem Großraumbüro. Bisschen isoliert, aber da kann man dann wenigstens in Ruhe schaffen ;-)

Hatte am Montag dann auch gleich mein Auto bekommen – mit der Hoffnung einen Automatik zu bekommen…. Aber dem war nicht so. Wäre ja zu schön gewesen und warum auch… man hat ja auch kaum andere Sorgen, wenn man auf der falschen Straßenseite fahren muss… na ja, nichts desto trotz heißt es nun mit der linken Hand schalten. Hab es dann auch gleich noch innerhalb der ersten 200 Meter geschafft den Randstein etwas unschön zu streifen. Bin ziemlich erschrocken – hatte gar nichts auf der Straße liegen sehen… war total unbegreiflich für mich, dass das der Randstein hätte sein können. Aber meine Südafrikanische Kollegin, die vor mir gefahren ist, meinte danach zu mir, dass ich einen starken Drang zur linken Seite habe…. Ach was!! Woher´s wohl kommt!…

Das nächste Problem ist, dass Scheibenwischer und Blinker verkehrt sind. Statt zu blinken (was ich ja auch in Deutschland eher selten mach ;-) ) wird halt öfters mal meine Scheibe geputzt. Und man muss höllisch aufpassen, dass man nicht aus Versehen auf die andere Straßenseite fährt… vor allem beim Abbiegen passiert das dann schon mal… aber man merkt es dann spätestens, wenn einem ein Auto entgegen kommt ;-)

Die Orientierung fehlt noch so ein bisschen – weil Navigationssysteme hat es hier… äh… ich weiß gar nicht, ich glaube nicht. Mein Auto hat auf jeden Fall keins.

 

Das Wetter ist noch etwas kühl. Tagsüber hat es schon so zwischen 20 und 30 Grad, aber nachts kühlt es stark ab. Ich schlafe mittlerweile mit Wolldecke, weil ich die erste Nacht fast erfroren wäre.

Und Schlaumeier Sabine, vorausschauend wie ich halt bin, hab natürlich meine warmen Sachen daheim gelassen… wird jetzt ja schließlich Sommer ;-)

 

Und so wie man überall Daimler-Menschen trifft, trifft man auch ab und an mal Biberacher… jetzt wohn ich hier doch tatsächlich mit einer Biberacherin zusammen, die mittlerweile auch in Stuttgart ist – die Welt ist sooo klein. Und ihr Onkel war zudem noch mein Chef.

 

Mir gefällt es bisher auf jeden Fall sehr gut. Blauer Himmel, Palmen, Sonne, Strand und Meer – was will man mehr. Kein Smog und es riecht gut. Gutes Essen… einfach spitze. Und wenn man zur Arbeit fährt, fährt man am Strand entlang – herrlich…

 

So, das wars dann mal fürs erste… leider konnte ich keine so tollen Sachen wie in China berichten… aber ich war jetzt auch nicht so scharf drauf hier noch mal in Hundekacke zu treten und mich danach aus meinem Zimmer auszusperren :-)