Sabine far far away


Die Vorbereitungen laufen…
Juli 29, 2008, 8:38
Gespeichert unter: Südafrika 2008

… auf Hochtouren und mein „Heimaturlaub“ neigt sich so langsam dem Ende zu.

Zeit eine neue Kategorie auf meinem Blog zu öffnen:

Südafrika

Am Samstag gehts los in die warme Sonne Südafrikas – wie warm die dann wirklich ist wird sich noch zeigen (momentan ist dort nämlich noch Winter)



Hab ich mich schon angepasst?!
Juli 11, 2008, 7:42
Gespeichert unter: Peking 2008

 

  

Die Zeit ist gekommen – die Zeit in China ist vorbei! :-(

 

Nachfolgend sind 50 Punkte, mit denen ich überprüft habe, ob ich mich schon an das chinesische Leben angepasst habe ;-)

 

Nicht falsch verstehen, es ist nicht böse gemeint – ich habe gerne hier gelebt und gearbeitet, bin sehr vielen netten und hilfsbereiten Menschen begegnet und mir wird die Zeit hier sicherlich fehlen.

 

Ich schätze die Chinesen wirklich sehr, aber dennoch gibt es in deren Verhaltensweise ein paar Auffälligkeiten (zumindest für einen durchschnittlichen Europäer ;-) ).

 

 

Hab ich mich schon angepasst?!

 

  1. Du benötigst nicht länger Taschentücher um dich zu schneutzen.
  2. Du denkst Freitagabend Karaoke zu singen macht Spaß.
  3. Du isst Nudelsuppe zum Frühstück.
  4. Du drängelst dich immer vor und verstehst nicht, warum sich die Anderen hinten in der Schlage anstellen.
  5. Du benimmst dich im Restaurant so, als wenn du zu Hause essen würdest.
  6. Du beginnst einen Streit, ob du die 4 RMB (ca. 40 Cent) der Taxirechung aufrunden sollst oder nicht.
  7. Du kannst auf Kommando in Tiefschlaf verfallen – egal wo du dich gerade befindest.
  8. Du Gräten und Knochen während des Kauens aus deinem Mund befördern kannst ohne die Hände oder Stäbchen dazu zu benutzen.
  9. Du gehst in den Zoo und denkst „so leckere Tiere hier!“ und fragst was der Affe kostet.
  10. Du beginnst in andere Leute Teller zu greifen, bevor du gefragt wirst.
  11. Du hast absolut kein Gefühl für Verkehrsregeln.
  12. Der Geruch des Stinky Tofu löst keinen Würgereiz mehr aus.
  13. Du es spannend findest in einen Lift einzusteigen, bevor irgendjemand aussteigen kann.
  14. Du findest, es ist die beste Zeit aufzustehen und dein Handgepäck zu holen, während das Flugzeug sich der endgültigen Parkposition nähert.
  15. Andere Ausländer scheinen fremd für dich.
  16. Dir gefällt die chinesische Mode.
  17. Du fragst Leute was sie verdienen und erwartest eine Antwort.
  18. Du redest lauter als notwendig.
  19. Du bevorzugst mit Stäbchen zu essen.
  20. Du beginnst große Fahrzeuge mit deinem Fahrrad zu schneiden.
  21. Beim letzten Besuch deiner Mutter hast du ihr als erstes deine Visitenkarte gegeben.
  22. Du lässt dir einen langen Fingernagel wachsen, um zu zeigen, dass du nicht mehr körperlich arbeiten musst.
  23. Du wunderst dich warum deine Freunde zu Hause nicht jede Woche 10 DVDs kaufen.
  24. Luftverschmutzung … welche Luftverschmutzung?
  25. Sobald du dein Haus verlässt, in die Öffentlichkeit trittst, vergisst du die Bedeutung des Wortes Rücksicht.
  26. Du kaufst dir eine Sonnenbrille und lässt die Qualitäts- und Markenaufkleber auf dem Glas, weil du denkst es gehört so.
  27. Du versuchst die Sonne zu meiden, weil sie dir die Blässe nehmen könnte.
  28. Du hast vergessen, was es bedeutet irgendwo alleine zu sein.
  29. Du findest es schick, dein Handy an einem bunten Band um den Hals zu tragen oder mit blinkenden oder klingelnden Anhänger zu schmücken
  30. Du bittest westliche Touristen um ein gemeinsames Foto.
  31. Du kaufst für dein Kind schon lange keine Windeln mehr, da die Schnellscheißer-Hosen ja so praktisch sind.
  32. Du stehst immer und überall im Weg rum.
  33. Du bleibst auf offener Strasse plötzlich unvermittelt stehen, ohne auf den Verkehr zu achten.
  34. Du kannst stundenlang an der Strasse in der Hocke sitzen, ohne dass die Hacken auch nur einen hundertstel Millimeter Bodenkontakt verlieren.
  35. Die Fußabdrücke auf der Klobrille deine eigenen sind.
  36. Du das unstillbare Verlangen hast, Menschen mit kleinen Fahnen zu folgen.
  37. Du dich nicht mehr fragst, wie der Pilot, der durch seine Ansprache beweißt, dass er kein Englisch kann, den Tower verstehen kann.
  38. Du dich nicht mehr wunderst, wenn drei Männer mit einer Leiter erscheinen, um eine Glühbirne zu wechseln.
  39. Du dich im Kino oder im Flugzeug trotz Platzkarten auf irgendeinen beliebigen Platz setzt und dich dann wunderst wenn dich jemand auffordert diesen freizumachen.
  40. Du am Feierabend deinen Schlafanzug und die Badeschlappen anziehst, mit deinem Klappstuhl durch die Gassen schlürfst, dich damit auf irgendeinen öffentlichen Platz oder an der Hauptstrasse niederlässt, um das vorbeiziehende „Abendprogramm“ zu genießen.
  41. Du jedes Wort mit „la“ abschließt … o.k.-la?
  42. Du als Autofahrer die Hupe öfters benutzt als die Bremsen.
  43. Du Stadtpläne nicht mehr lesen kannst.
  44. Du bereits nach einem Bier betrunken bist.
  45. Du mit 22 bereits ein Physikstudium hinter dir hast.
  46. Du 28 bist und noch immer bei den Eltern lebst.
  47. Du die Idee alte Häuser für eine neue Shoppingmall abzureißen nicht abwegig findest.
  48. Du es in öffentlichen Toiletten bevorzugst bei offener Tür dein Geschäft zu erledigen.
  49. Du Chinesisch sprichst.
  50. Du alle oben aufgeführten Anspielungen verstehst.

  

Nachdem ich mich in Punkt 50 komplett wieder finde (in ein paar anderen ehrlicherweise auch) und bevor ich das fortgeschrittene Stadium der Anpassung erreiche, ist es an der Zeit zu gehen.

 

In diesem Sinne:

Ich bin dann mal weg!

 

Das war somit auch mein letzter Blog-Eintrag und die letzen Bilder aus Peking, aber:

 

 

Fortsetzung folgt…

                                                                                   … aus Südafrika!

 

 



Shanghai
Juli 7, 2008, 3:46
Gespeichert unter: Peking 2008

 

Am Wochenende wars dann mal wieder an der Zeit mehr von China zu sehen, nachdem ich nun zwei Wochenenden in Peking verbracht hatte ;-)

Freitag gings los nach Shanghai. Und auch hier muss ich sagen: eine tolle Stadt! Etwas westlicher als Peking, aber dennoch findet man „China“ auch dort wieder. Die Zeit war, wie auch in Hong Kong, einfach zu kurz. Außerdem waren wir ziemlich gelähmt von der Hitze dort. Keine Ahnung wie heiß es wirklich war, aber wir haben uns dann irgendwann von einem Cafe oder Einkaufszentrum ins nächste geschleppt, weil es draußen kaum auszuhalten war. Aber zwischen den „Cafe-Stationen“ hat uns die Hitze natürlich nicht aufgehalten, alles was möglich war zu sehen. Und so haben wir mal gleich den ersten halben Tag auf einem Bazar verbracht, auf dem alles zu finden war und wir auch sehr viel für uns gefunden haben (Tschüss meine 23 kg Höchstgepäck für den Heimflug). Abends haben wir uns die Chinese Acrobats angeschaut – unglaublich wie beweglich und dehnbar Menschen sein können ;-) . Am nächsten Tag noch mal Sightseeing und abends lecker Japanisch am Hafen gegessen mit Blick auf die leuchtende Skyline und danach ein Glas Wein auf einer Dachterrasse auch wieder mit Blick auf die Skyline – einfach nur geil!

Die Hitze hatte uns dann aber wirklich fertig gemacht, so dass wir am Sonntag dann nur über die riesen Einkaufsstraße gezogen sind und uns noch eine Seidenfabrik angeschaut haben (in klimatisierten Räumen – eine Wohltat)

Und was auch super war – Brot vom französischen Bäcker „Paul“ – so lecker, ein Brot mit richtiger Kruste, nicht die weichen Toastbrotscheiben oder Milchbrötchen von hier.

 

Ingesamt hat es mir trotz Hitze aber sehr gut gefallen. Der Smog ist bei weitem nicht so schlimm wie in Peking und auch der Verkehr ist normal. Da haben wir in Peking bei beidem wohl das Extrem.

Bei einem Ranking würde Shanghai wohl gleich nach Hong Kong und kurz vor Peking kommen.

 

So, und Neuigkeiten aus der Arbeitswelt bzw. das was halt dazu gehört. Bin jetzt in die Frauen-Gymnastik-Gruppe aufgenommen worden :-)

Total spaßig, und wieder stand ich da und dachte mir, das kann jetzt nicht wahr sein was ich da gerade seh. Die Gymnastik-Gruppe trifft sich täglich zweimal. Um 10:00 und um 15:00 und dann wird für 10 Minuten gesportelt. Vor uns wird ein Laptop aufgebaut und dann geht’s los – mit einer DVD auf der eine Chinesin tanzt und Instruktionen gibt. Hatte anfangs Schwierigkeiten meine Arme und Beine zu koordinieren, aber nach ner Weile geht das dann und man macht sich nicht mehr ganz so zum Affen – zumindest wenn man die Tatsache verdrängt, dass wir das mitten auf dem Flur machen. Ja, richtig gelesen, wir gehen in keinen Raum, wir stehen im Flur. So, dass auch alle was davon haben, nicht nur die, die aktiv mitmachen. Und wenn dann alle von unserem „Verein“ dabei sind, schaffen wir es auch den Flur für 10 Minuten zu blockieren. Aber es wird ausnahmslos akzeptiert und man muss ja schon auch sagen, dass es total wichtig ist, sich immer mal wieder zu bewegen, wenn man eine Schreibtischtätigkeit ausübt :-)

 

Und meine letzte Arbeitswoche hier in Peking ist nun angebrochen. Samstag geht’s zurück – aber ihr lest bestimmt davor noch von mir ;-) und Bilder von Shanghai gibt es auch noch.