Sabine far far away


Hainan – die chinesische Tropen-Insel
Juni 12, 2008, 2:49
Gespeichert unter: Peking 2008

 

… endlich kommt wieder ein Bericht ;-)

 

Mir geht’s gut, kam aber erst Montag Nacht von unserem 5-tägigen Inseltrip zurück und es hat einfach ne Weile gedauert bis ich von den 600 Bildern die schönsten für euch rausgesucht habe ;-)

 

Das verlängerte Wochenende in Hainan war super. Auch wenn das Wetter nicht so wirklich mitgespielt hatte. Die ersten beiden Tage hatte es immer wieder geregnet. Aber es war trotzdem so heiß, dass uns der Regen nicht vom Strand abgehalten hatte. Und die Sonne hatte auch trotz dicken Regenwolken ordentlich gebrannt.

Am Donnerstagabend angekommen, hatten wir erst mal unsere Zimmer bezogen. Wir sind in einem Backpacker abgestiegen und mein erstes Zimmer war einfach nur eklig. Das Licht im Bad hat nicht wirklich funktioniert – ne Kerze hätte wahrscheinlich mehr Licht gegeben. Aber wahrscheinlich war es besser, dass ich nicht so genau gesehen hab, was da außer mir noch lebt.

Danach sind wir zum Essen – eine Pizzeria im griechischen Style. Prinzipiell ganz hübsch – aber wir hatten ungebetene Gäste am Tisch :-) Seit dem Abend weiß ich, dass Ratten Geräusche wie Vögel von sich geben. Ich vermute mal, dass es die Hausratte war. War sehr gut genährt und hat sich öfters an dem Abend blicken lassen. Auch Kakerlaken sind immer mal wieder über die Tische gezischt… aber das Essen war lecker ;-)

 

Am nächsten Tag hatte ich dann ein neues Zimmer bekommen. Das Licht im Bad hatte dann auch funktioniert. Dadurch hatte ich auch die Ameisenstraße quer durch das Zimmer gesehen. Wer zum Teufel kam auch die Idee in eine Hostel für 6 Euro die Nacht zu gehen?? – Ich nicht!

Was dort aber ganz spaßig war, war der Chef. Mit dem haben wir dann auch einen feuchtfröhlichen Abend an der Rezeption verbracht. Er konnte zwar nur schlecht Englisch, aber irgendwie kann man sich doch verständigen. Und nun kennen wir auch zwei chinesische Trinkspiele.

 

Die Tage über waren wir dann an verschiedenen Stränden. Der schönste davon war auf einer weiteren Insel. Mussten mit dem Boot dort hinfahren. Aber war echt super schön dort.

Am letzten Tag waren wir noch im Regenwald. Ich dachte, dass wir da mit einem Auto durchfahren. Aber nein, wir haben den zu Fuß erkundet, was bei der Luftfeuchtigkeit und Hitze doch recht anstrengend war.

 

Ja, und nicht zu vergessen ist natürlich die EM. Da habt ihr in Deutschland ja den unheimlichen Vorteil, dass die EM während des Tages übertragen wird. Rechnet mal 6 Stunden drauf…. genau, Deutschland hatte bei uns nachts um 3 Uhr gespielt. Und Hainan hatte es uns nicht leicht gemacht, dieses Spiel in der Öffentlichkeit mitzuverfolgen. Der Besitzer einer amerikanischen Bar hatte uns versprochen, dass er seine Bar bis morgens 5 Uhr offen lässt und so sind wir dort mit unseren Deutschlandtrikots aufgeschlagen. Nur war ihm dann um 3 Uhr der Umsatz doch zu gering und er hat noch vor Beginn des Spieles zugemacht. Sind dann in die nächste Disco und da hatten sie es tatsächlich übertragen. Wir waren die Stars mit unseren Trikots dort, was aber auch die Besitzer letztendlich nicht davon abgehalten hatte, die Disco nach der ersten Halbzeit zu schließen :-(

 

Der Flug mit ausschließlich Chinesen an Bord war auch interessant. Die schlafen auf den ausklappbaren Tischen. Hatte ich sonst noch nicht so gesehen. Hab es dann auch selber versucht, weil es bei denen so bequem ausgesehen hatte. Aber ich glaub das ist nichts für große Menschen – mir hat es dabei den Magen abgeklemmt.

Auch das Verhalten nach der Landung ist ein bisschen anders als gewohnt. Das Flugzeug war kaum auf dem Boden, sind alle aufgesprungen und haben panisch ihr Handgepäck aus den Gepäckfächern geholt. Und wenn man da nicht mitmacht, wird man überrannt. Das gleiche am Kofferband. Unglaublich!

 

Zudem hatte ich ein sehr sympathisches Pärchen neben mir sitzen. Während des Flugs hatten die streiten angefangen. Sie ist dann in Tränen ausgebrochen und hat mit ihm den Rest des Fluges nicht mehr geredet. Am Ende des Fluges hat sie ihm dann ins Gesicht gespuckt und dann war wieder Friede, Freude, Eierkuchen.

Manchmal denkt man hier echt, dass es gar nicht sein kann, was man gerade sieht.

 

Zurück in Peking war die Temperatur zwar wieder angenehm, aber man hat doch deutlich den Smog gemerkt. Hat typisch nach Peking gerochen – die Luft in Hainan war wohl doch besser. Was mir aber erst aufgefallen ist, als ich wieder zurück in Peking war.

 

Bevor wir nach Hainan geflogen sind, war ich noch in Peking auf dem Nightmarket. Dort gibt es kulinarische Spezialitäten. Paula, ich weiß nun auch wo die Fotos von der PowerPoint Präsentation aufgenommen wurden ;-)

Ich denke die Bilder auf meiner Fotoseite sprechen für sich.

An manchen Ständen hatte es echt widerlich gestunken, an manchen zart geduftet.

Letztendlich hatte ich dann eine Schlange versucht und einen Seestern. Zu meiner Verwunderung war der Seestern innen schwarz. Hatte dann kurz Zweifel, aber nachdem ich noch lebe, haben Seesterne wohl ein schwarzes Fleisch. Heuschrecke oder so was Kleines hätte ich noch gerne probiert, aber das gab es leider nicht. Und die Maden waren definitiv zu groß und zu dick.

 

So, ich verabschiede mich dann heute schon wieder ins Wochenende. Hab morgen noch mal frei, weil ich nach Hong Kong muss. Ja, ich muss. Meine ersten 30 Tage in China sind vorbei und ich muss nun ausreisen, um die nächsten und letzten 30 Tage zu bekommen.

Ist schon aufregend – zum einen fliege ich alleine nach Hong Kong und zum anderen hoffe ich, dass die mich dann am Sonntag auch wieder zurück nach Peking lassen. Man hat schon von Leuten gehört, die nicht mehr einreisen durften. Ist momentan ja alles nicht so einfach mit dem Visum.