Gespeichert unter: Peking 2008
… – die Zeit rast hier.
Erst mal ein Kommentar zu meiner/unserer Arbeitsmoral hier. Wollte durch meinen Blog nicht den Eindruck erwecken, dass hier nicht gearbeitet wird. NATÜRLICH arbeiten wir hier auch. Tztztz, ich bin hier doch nicht zum Spaß! Ich sammle hier auch im Arbeitsleben wertvolle interkulturelle Erfahrungen, die ich so schnell wohl nicht mehr vergessen werde.
Aber es ist für euch wohl eher weniger interessant seitenweise über mein tägliches Geschäft zu lesen und Fotos anzuschauen, die mich bei der Arbeit zeigen.
Von was ich natürlich hier bei der Arbeit Fotos hätte machen können, sind die Fische, die meine Kollegin letzte Woche dabei hatte. Lecker Fisch… mmh… getrocknet… mmh. Die hatte sie mir dann auf dem Tisch gelegt – ob ich mal probieren möchte. Hab dankend abgelehnt. War einfach noch zu früh am Morgen – verkraftet mein Magen nicht. Es hatte dann den ganzen Tag nach Fisch gerochen. Naja, bei uns liegen Gummibärchen oder Schokolade auf dem Tisch, hier halt süße kleine getrocknete Fische – andere Länder, andere Sitten J
Das Wetter spielte letzte Woche auch verrückt. Sonntag war es noch total heiß und dann wurde es wieder kälter und total windig. So einen Wind kenn ich aus Deutschland nicht. War dann abends recht frisch – und hatte keinen Pullis mehr da, weil ich die einem deutschen Kollegen schon wieder nach Deutschland mitgegeben hatte. Wer konnte es denn ahnen, dass man die noch braucht. Aber hoffe mal, dass die kälteren und windigen Tage hier gezählt sind.
Ihr habt wahrscheinlich auch alle folgendes in den Nachrichten mitverfolgt:
„Smog-Alarm in Peking: Neue Messungen haben ergeben, dass die Luftverschmutzung in der chinesischen Hauptstadt wenige Wochen vor Beginn der Olympischen Spiele so stark ist wie nie zuvor – der Aufenthalt im Freien gilt jetzt offiziell als „gefährlich“.“
Hey, und ich bin dabei J
Hab nach meinem Aufenthalt hier wahrscheinlich ne schwärzere Lunge als ein Kettenraucher.
Wobei ich es gar nicht so schlimm empfinde.
Gut, dass hier ziemlich viel Dreck in der Luft rumschwirrt merkt man in der Wohnung. Jeden Tag eine richtig dicke Staubschicht auf allem. Guckt euch mal das Foto von meiner PC-Maus an – und das nach nur zwei Wochen. Ey und ich schwör, ich wasch mir jedes Mal nach dem Klo die Hände J
Eines der Highlights letzte Woche war das Tappanyaki Essen. War super lecker und war cool dem Koch beim Zubereiten unserer Speisen zuzuschauen. Danach sind wir noch ins Suzie Wong, eine chinesische Disco, in der man auch tatsächlich auf Einheimische trifft. Dort gehen die Chinesen wohl auf Brautschau.
Außerdem ging es letzte Woche auch noch zur Massage. War super – hab gleich mal ein Abo gemacht für die Zeit hier.
Am Wochenende war neben weggehen, dann wieder Sightseeing angesagt: Lamatempel, Konfuziustempel, alter und neuer Sommerpalast.
Die zwei Tempelanlagen sind super schön. Hab auch einen schicken Hut als Souvenir dort mitgenommen. So ein „chinesischer Reisbauer-Hut“. Wollte ihn gar nicht mehr abnehmen – total praktisch bei der Sonne. Im Supermarkt war dann aber auch meine Peinlichkeitsgrenze erreicht und er musste von meinem Kopf weichen.
Der Tag im Sommerpalast war richtig witzig. Die Reiseleitung „Sabine“ hatte, muss ich jetzt mal ganz selbstkritisch zugeben, ein bisschen versagt. So hat unser Weg zum Sommerpalast ca. 3 Stunden in Anspruch genommen, statt normal eine Stunde.
Im Sommerpalast musste ich dann einen herben Verlust verkraften L
Jeder von euch hat sicherlich ein Paar Lieblingsschuhe (zumindest die Frauen unter euch). Die nimmt man überall hin mit, hat die immer an. Naja, so auch ich – meine tollen Leder-FlipFlops. Die haben schon die halbe Welt gesehen – Deutschland werden sie wohl nicht wieder sehen.
War dann doch etwas ungeschickt, mit kaputten Schuhen einen ganzen Tag auf steinigen Wegen im Sommerpalast – ständig bergauf und bergab. Aber ich will ja nicht jammern, hätte ja auch einfach Turnschuhe anziehen können.
Was auch immer wieder witzig ist, dass man für die Chinesen und asiatischen Touristen eine Attraktion ist. Ganz besonders krass war es, als wir uns in chinesische Trachten gepackt haben. Eine Schar von Leuten wollte uns fotografieren. Das nenn ich mal Blitzlichtgewitter.
Ein anderes Highlight letzte Woche, hätte ich fast vergessen, war meine erste Chinesischstunde. War wirklich spaßig. Weiß nicht, ob die Lehrerin es auch so witzig fand, aber ich konnte mich nicht mehr halten vor lachen. Das hört sich alles so witzig an, vor allem wenn Anja und ich das aussprechen.
Prinzipiell ist es gar nicht schwer – zumindest die Grammatik. Um ein vielfaches einfacher als die Grammatik anderer Sprachen. Wenn da dann nicht die vier verschiedenen Töne wären. Anfangs hört man da einfach keinen Unterschied. Und man kann sich die Wörter auch überhaupt nicht ableiten und dadurch auch nur schwer merken. Nach einer Stunde hatte ich schon wieder alles vergessen. Da ist mal wirklich Fleiß angesagt – jeden Tag wiederholen.
Soviel von mir. Ich verabschiede mich dann jetzt mal in meine 3-Tages-Arbeitswoche. Am Donnerstag geht’s auf nach Hainan – das Hawaii Chinas.
2 Kommentare bis jetzt
Kommentieren
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <pre> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>
3-Tages-Arbeitswoche und dann geht’s nach Hainan..so so..da wären wir beim Thema Arbeitsmoral
Kommentar von Paula Juni 2, 2008 @ 9:50Späßle! Ich beneide Dich mächtig für die Erfahrungen, die Du in China machen kannst. Und vielen Dank, dass Du uns daran teilhaben läßt. Grüße vom Daimler
Paula
Hey Bienchen,
Kommentar von Gotte Juni 6, 2008 @ 3:56tolle Info´s und Foto´s. Mach weiter so. Bei uns bricht gerade das EM-Fieber (Fußball) aus. Momentan haben wir nur ca. 12 – 18° C, keine Sonne, Regen und Gewitter, einfach viel zu kalt. Wir alle beneiden dich. Viele Grüße von deinen Wangener.